Geschichte des UBV

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Die Entwicklung der Sportart B O X E N in Schwedt.
Eine der „frühen“ Sportarten in Schwedt ist das Boxen, das seit 1948 in der Schwedter Sportlandschaft seinen festen Platz hat, wenn auch bereits 1947 einige Sportler schon unter Sektionsleiter Otto Pinkpank aktiv waren. Nach der offiziellen Gründung 1948 übernahm Kurt Laser die Leitung, unterstützt vom Kaufmann Günter Jähnke.In den Anfangsjahren waren auch dessen Frau Elfriede Jähnke, sowie„Manni“ Wilken die „Aktivisten der ersten Stunde“ Die kontinuierliche Arbeit mit vielen kleinen Kampfveranstaltungen zahlt sich bald aus, die ersten Medaillen bei den DDR-Meisterschaften erringen 1962 die Sportfreunde Kämmer (Silber) und Hoffmann (Bronze), ihnen folgte eine lange Reihe von Schwedter Boxern auf den „Treppchen“ der DDR-Meisterschaften aller Alters - und Gewichtsklassen. 1963 ging mit der Einstellung von Egon Leske als hauptamtlichen Trainer (ca. 30 Aktive ) ein weiterer Leistungsruck durch die Sektion, Medaillen bei Spartakiaden und Nachwuchsmeisterschaften waren die Folge. 1970 erkämpfte Jürgen Adam die erste Goldmedaille für Schwedt. Die solide Arbeit der Sektion führte 1972 zur Bildung des „Trainingszentrum – Boxen“, das ca. 50 Kinder trainierte. TZ-Trainer wurde Eckehard van den Brandt, der auch für die erfolgreiche Delegierung der Talente zur Sportschule verantwortlich war. Das TZ gehörte zur Sektion Boxen der BSG Chemie PCK und war ein wesentlicher Bestandteil der boxerischen Aktivitäten. Jährlich wurden 2 bis 3 Talente an die Kinder -und Jugendsportschule nach Frankfurt delegiert, was nach den strengen Auswahlkriterien eine engagierte Arbeit aller Beteiligten voraussetzte. Bei allen Spartakiaden und DDR-Meisterschaften ab 1973 waren TZ-Boxer aus Schwedt auf den Siegertreppchen anzutreffen. Das TZ Boxen im damaligen Bezirk Frankfurt(O) war eine „Macht“ und wurde 1976 zum Bezirks-Trainingszentrum berufen. Die „Macher der Macht“ über viele Jahre hinweg waren E. v.d.Brandt, D. Herbold, Dr. E.Bornschein, D.Retzlaff, W. Ettinger H.-J. Stimm und Theresa v.d. Brandt, die als TZ-Leiterin arbeitete. Die Arbeit mit dem Nachwuchs ging kontinuierlich einher mit der Arbeit der Sektion :1975 boxt die Seniorenstaffel in der 1. DDR-Liga, in Kampfgemeinschaft mit Frankfurt(O).1978/79 boxen 2 Mannschaften sehr erfolgreich in der 1.und 2. DDR-Liga! Der IV.Pokal der Chemiearbeiter wird als Internationales Boxturnier durchgeführt. Acht Mannschaften treten an, davon zwei aus Polen, eine aus Ungarn, fünf aus der DDR.. 1981, bei der Bestenermittlung der Senioren (gesonderte Meisterschaft ohne Club und Leistungsboxer) wird Lothar Murawski für die beste kämpferische Leistung geehrt. 11 Trainer und Übungsleiter sichern das tägliche Training ab. 1982 – Die Sportfreunde Krug, Bierbaum und Sydow erkämpfen Bronzemedaillen bei den DDR- Meisterschaften, bei den Bestenermittlungen stehen die Boxer Krug, Bierbaum, Henry Pieper und Rabe ganz oben - die Sektion Boxen erlebt einen ungeahnten, aber vom Publikum begeistert gefeierten Höhenflug.
Seit 1976 wird weiterhin jährlich das Turnier um den „Pokal der Chemiearbeiter“ durchgeführt, in den letzten Jahren unter internationaler Beteiligung. 1990 wurde es letztmalig ausgetragen, da nach 1990 die finanzielle Basis zusammengebrochen war, die nunmehr „Abteilung“ genannte Sektion Boxen der SSV PCK 90 boxte nach der Vereinigung der beiden Deutschen Boxverbände in der 2. Bundesliga. Bis zu 400 Boxsportfreunde besuchen die Veranstaltungen bei den Heimkämpfen in der Trainings- und Wettkampfstätte, der Sporthalle „Dreiklang.“1994, am 16. April, gliederte sich die Sektion Boxen aus der BSG – Chemie PCK aus und gründete sich unter dem Vorsitz von „Ekki“ Schmidt als “ Uckermärkischer Boxverein 1948 Schwedt e.V. „ neu. Der „UBV 48“ mit Trainer Ernst Urban fässt schnell in der neuen Boxlandschaft Fuß. Er erkämpft in der Saison 1994/95 den 1. Platz in der II. Bundesliga, verzichtet aber auf den Aufstieg in die I.BL. Als erster „Westverein“ boxt Hertha BSC Berlin gegen den Schwedter Verein, der ab Saison 1995/96 in Kampfgemeinschaft mit „Ringfrei Ludwigsfelde“ in der II. Bundesliga etabliert ist. 1996 holt J a n G o l l a bei den DM in Riesa die Bronzemedaille im Schwergewicht, Mannschaftskapitän Thomas Hensel bestreitet seinen 200 Kampf. 1997 richtet der UBV 48 die 49. Juniorenmeisterschaften des DABV aus..Die Platzierung in der II.Bundesliga von 1990 bis 1997: 3.-4.-3.-2.-1.-2.-2.-3. Platz 1999 richtet der UBV 1948 die Deutschen Meisterschaften der Jugend für den DABV aus. 2000: Der UBV 48 boxt in der I. BL und belegt Platz 3! Bis zu 1200 Zuschauer je Heimkampf feuern die UBV-Boxer an. Der UBV 48 hat nachweislich die höchste Zuschauerzahl in der 1. Box-Bundesliga in Deutschland.!!! Bei allen Heimveranstaltungen und darüber hinaus treten die Cheerleader des UBV auf. Die „Minis – Midis – Maxis „ wie die verschiedenen Formationen altersmäßig bezeichnet werden, haben die längste Tradition auf diesem Gebiet in Schwedt. 2002 : Der Ausstieg aus der I. Bundesliga aus finanziellen Gründen ist ein Bruch in der bis dahin sehr erfolgreichen Boxgeschichte Schwedts. 2003 bekommt der UBV eine eigene Sporthalle (Kastanienallee) auf 25 Jahre Pacht durch die SVV zugesprochen. Am 04.10.2003 erhält diese den Namen “Günter Jähnke Boxsport-Halle“,in Anerkennung der über 50 jährigen Treue und aktiven Mitarbeit im Verein. Erfolgreichster Schwedter Boxer seit 1992 ist Jan Golla, Bäcker und Bürokaufmann , mit drei Deutschen Meistertiteln (1994,1995,1998) fünf Landesmeistertiteln (1993,1995,1996,1997,2001) einem dritten Platz bei den Militärmeisterschaften 1998 ,sowie vielen „Treppchenplätze“ bei internationalen Turnieren und Deutschen Meisterschaften des DABV. 2003/04. wagt der Verein einen Neuanfang, diesmal in der Oberliga des DBV. Sehr förderlich in vieler Hinsicht wirkt sich die Tatsache aus, das dem UBV 48 nunmehr die Halle zur Verfügung steht. Herzstück ist natürlich die Nachwuchsabteilung des UBV, in der 2004 insgesamt ca. 30 Boxer in drei Trainingsgruppen trainieren. Neben dem verstorbenen Namensgeber der „Günter Jähnke-Boxsporthalle“ sind vier weitere Ehrenmitglieder des UBV 48 in den Analen des Vereins verewigt: Elfriede Jähnke, Egon Leske, Danilo Häußler und MR. Dr. Eberhard Bornschein. Sie stehen für 60 Jahre Boxen in Schwedt und sind denen Ansporn ,die heute in verschiedenster Hinsicht das Gesicht des Uckermärkischen Boxvereins 1948 Schwedt e.V. bestimmen.